SXEU31 DWAV 161800 S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T ausgegeben am Mittwoch, den 16.05.2012 um 18 UTC Markante Wettererscheinungen: Noch einzelne Gewitter An der Küste Sturmböen Synoptische Entwicklung bis Samstag 12 UTC ------------------------------------------------------------- Aktuell ... Deutschland liegt im Zustrom von hochreichender kalter Meeresluft. Der überlagerte Höhentrog erstreckt sich von der Nordsee über die Alpen nach Süden und zieht nur langsam ostwärts. Auf seiner Rückseite schiebt sich im Bodendruckfeld von Frankreich hoher Luftdruck nach Deutschland vor. Anfangs noch auftretende Gewitter klingen ab. Gebietsweise klart es auf mit möglichem Bodenfrost, im Süden und in der Mitte auch möglichem Frost. Lediglich in Alpennähe und im Nordwesten ist noch etwas Niederschlag möglich. Im Küstenbereich treten weiterhin Böen Bft 7, Nordfriesen Böen Bft 8 auf. Donnerstag ... Der Höhentrog tropft mit seinem Südteil zum südöstlichen Europa ab, der nördliche Resttrog zieht zum östlichen Mitteleuropa ab. Er sorgt vor allem noch nordöstlich der Elbe für einzelne Schauer. Auch am südöstlichen Alpenrand simulieren die Modelle noch etwas Niederschlag. Sonst dominiert die von Westeuropa nachfolgende, meridional angelegte Bodenhochdruckzone, die unter Abschwächung über Deutschland nach Osten wandert. Dabei ist es vielfach heiter bis wolkig, später mit der einsetzenden WLA im Südwesten und Westen auch stärker bewölkt, aber bis zum Abend noch trocken. Nordöstlich der Elbe sind im Tagesverlauf Windböen Bft 7 möglich, zum Abend deutlich nachlassend. Freitag ... Die Bodenhochdruckzone zieht unter weiterer Abschwächung nach Osten ab. Gleichzeitig kommt es vor der westeuropäischen Küste zu einer langwelligen Austrogung mit einem hochreichenden Tiefschwerpunkt südwestlich der Britischen Inseln. Auf dessen Vorderseite werden niedertroposphärisch wärmere Luftmassen nach Deutschland geführt mit Leewirkung am südöstlichen Alpenrand. Regen mit der WLA kommt in der Nacht zum Freitag im Südwesten auf. Bis zum Abend kommt es vor allem im Südwesten und entlang der Rheinschiene zu weiteren Niederschlägen, die auch konvektiv durchsetzt sein können. Samstag ... Deutschland verbleibt unter der Vorderseite des westeuropäischen Langwellentroges. Die niedertroposphärische Erwärmung wird durch eine föhnige Komponente noch unterstützt. Hebungsprozesse werden von den Modellen über der Westhälfte simuliert, bei zunehmender Labilisierung sind auch Gewitter mit Starkregen möglich. Modellvergleich und -einschätzung ---------------------------------------------------------------- Im synoptischen scale ist keine wesentlich andere Entwicklung zu erkennen. Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach Dipl. Met. Reinhard Graminski